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Meldung vom 04.02.2003

GLS sagt Teilnahme an transport logistic ab

Neuenstein, 3. Februar 2003. Die GLS Germany wird in diesem Jahr nicht an der transport logistic teilnehmen. "Gerne hätten wir auf der Messe unseren Namen GLS Germany und das neue Corporate Design präsentiert", erklärt Rico Back, CEO der GLS Holding, Amsterdam. Doch angesichts der unsicheren Wirtschaftslage deckelt der Paketdienstleister sein Werbebudget und ändert gleichzeitig seine Marketingstrategie. Statt Imageveranstaltung mit Streuverlusten wird die GLS die finanziellen Mittel für eine fokussierte Zielgruppenansprache einsetzen.

Rund 500.000 Euro ließ sich der Paketdienstleister die Messepräsenz auf der transport logistic in der Vergangenheit kosten. "Die Messe dient vorrangig der Betreuung bereits bestehender Kunden", fasst Back die Erfahrungen der letzten Jahre zusammen. "Neukunden konnten wir so gut wie gar nicht gewinnen, die Streuverluste sind zu hoch." In diesem Jahr setzt der Paketdienst auf die Kundenakquisition und -betreuung direkt vor Ort. Intensive Kundengespräche und regionale Veranstaltungen sind geplant, in denen es vor allem um eines geht: die Qualität der Dienstleistung.

"Welche Bedürfnisse haben unsere Kunden, wie können wir die Qualität und Produktivität unserer deutschland- und europaweiten Paketlogistik weiter optimieren, wie unsere Serviceleistungen sinnvoll ausweiten?", umreisst Back die grundsätzliche Fragestellung. "Diese Herausforderungen zu meistern, ist wichtiger als die reine Image- und Selbstdarstellung in einer Zeit, in der es sich auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren gilt."

Denn der KEP-Markt sieht sich in schwierigem Umfeld: Wirtschaftliche Stagnation bedeutet Mengenrückgang, der sich nur durch Neugeschäft und eine erhöhte Produktivität kompensieren lässt. Zwar geht die GLS Germany im Geschäftsjahr 2002 / 2003 von einem qualifizierten Wachstum hinsichtlich Paketmenge und Umsatz aus, doch die Durchschnittserlöse insbesondere im nationalen Geschäft bewegen sich auf unbefriedigendem Niveau.

"Vor diesem Hintergrund werden finanzielle Mittel ausschließlich dort investiert, wo sie die Kernkompetenzen der GLS direkt stärken", resümiert Back. "In Deutschland haben wir zusammen mit unseren Kunden Serviceleistungen wie die Filialretoure und "Delivery at Work" entwickelt und eingeführt. Darüber hinaus wird beständig am Qualitätsniveau gearbeitet, um täglich eine hohe Zuverlässigkeit in der Dienstleistung zu realisieren und Schäden weitestgehend zu reduzieren. Wir haben den Anspruch, "Paketlogistik in Markenartikelqualität" in ganz Europa anzubieten. Derzeit arbeiten wir unter Hochdruck an der Umsetzung eines europaweit einheitlichen Qualitätsmanagementsystems, an der Vereinheitlichung der operativen Betriebsabläufe sowie der EDV-Standards aller Landesgesellschaften."

Das kommt den Kunden zugute und ist als Signal zu verstehen: "Wir sparen nicht an der Qualität", so Back, "aber geben auch kein Geld für Maßnahmen aus, die nicht unbedingt sein müssen. Angesichts der Qualität unserer Arbeit, für die wir am Markt auch einen angemessenen Preis verlangen, werden unsere Kunden dafür Verständnis haben."