„uniQuE“ für mehr Qualität in Europa
GLS führt europaweites Qualitätsmanagement-System ein
Neuenstein, 10. April 2003. Der Aufbau eines zuverlässigen physischen Europa-Netzes ist für die GLS vollbracht. Der nächste Schritt: die Qualitätsführerschaft in Europa. Mit der Einführung des neuen Qualitätsmanagement-Systems "uniQuE" (unified Quality Europe) sieht die GLS das Ziel in den nächsten zwei bis drei Jahren erreicht. Gewinner sind die Kunden und GLS!
Heute hält die General Logistics Systems Anteile an 18 europäischen Paket-, Kurier- und Expressunternehmen und ist mit über 80 Prozent am internationalen Paketverbund General Parcel beteiligt. Über 12.000 Mitarbeiter setzen sich tagtäglich für die professionelle Abwicklung der Pakete ein. "Dabei arbeiten die einzelnen Landesgesellschaften noch in ihren historisch gewachsenen Betriebsabläufen und mit unterschiedlichen IT-Systemen", erklärt Rico Back, CEO der GLS Holding in Amsterdam. "Ihre nationalen Dienstleistungen sind auf die Bedürfnisse ihrer Märkte ausgerichtet, die Ausprägung der Produkte sowie die Qualitätskriterien unterschiedlich ausgelegt."
Qualität bis zur Unterschrift
Anders die Situation bei der grenzüberschreitenden Paketlogistik: Ob Quality Parcel, Small Parcel oder Echo Pack – für die General Parcel-Produkte gelten europaweit identische Produktfeatures, die über gemeinsame EDV-Schnittstellen und bis in die NIFs abgebildet und im Rahmen eines einheitlichen Qualitätsmanagements überprüft werden. "Mit uniQuE wird ein System angepeilt, das sämtliche Produkte und Prozesse qualitativ messbar macht", sagt Back. "Und zwar nicht nur bis zum NIF, sondern bis zum Abliefernachweis des Paketes in dem jeweiligen Land."
Eine gewaltige Aufgabe, die in Teilschritten und der unternehmerischen Entwicklung angemessen bewältigt werden muss. Der Weg bis dahin wird in "evolutionären" Schritten verlaufen. Ziel: ein gemeinsames Qualitätsverständnis, das die bisherigen – nationalen und internationalen – Standards so weit steigert, dass GLS zum Qualitätsführer in Europa avanciert. Nachweisbar und in allen Prozessen absolut überzeugend.
Think in frames!
Zunächst wird ein gemeinsamer Rahmen geschaffen, der allerdings je nach Gesellschaft und Marktsituation mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt sein kann. Wesentliche Elemente des gemeinsamen Rahmens sind
- das Operational Manual, das betriebliche Abläufe in den Depots, HUBs und NIFs beschreibt,
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die Quality Guidelines, die gemeinsame Qualitätsaussagen festlegen,
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die Audits, die regelmäßig die Einhaltung der Qualitätsstandards überprüfen sowie
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die Key Performance Indicators, ein Kennzahlensystem, das die definierten Qualitätsstandards messbar macht.
"Das Operational Manual sowie die Quality Guidelines werden künftig einem gleichen Aufbau und einer europaweit einheitlichen Kapitelstruktur folgen", erklärt Back. "Wichtig ist uns, das wir über identische Qualitätsmanagementsysteme sprechen und nicht Äpfel mit Birnen vergleichen." Um in einem zweiten Schritt die gemeinsam definierten Qualitätsstandards anhand einheitlicher Regeln überprüfen zu können, sind hinsichtlich der Betriebsabläufe und EDV-Systeme die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. "Basis für das europaweite Qualitätsmanagementsystem ist die Norm: DIN EN ISO 9001:2000", erläutert Back.
Die Qualität der Paketlogistik wird dann anhand von zunächst zehn Key Performance Indicators europaweit bemessen – dazu zählen z. B. Laufzeiten, Schäden oder Verluste. Darüber hinaus werden auf Grundlage der Quality Guidelines mindestens drei Mal pro Jahr Audits durchgeführt, die sämtliche qualitätsrelevanten Parameter nach immer gleichen Bewertungsrichtlinien prüfen; die Bewertung erfolgt nach den Kategorien A) "beste Qualität" bis E) "mit höchster Priorität verbesserungswürdig!"
"In dieser Entwicklungsphase beurteilen wir die einzelnen Gesellschaften der GLS zwar nach einheitlichen Richtlinien, jedoch nach landesspezifischen Zielgrößen", sagt Back. "Wichtig ist, dass wir alle nach einheitlichen Regeln arbeiten, diese Regeln absolut bindend sind und wir keine Ausnahmen dulden. Erst so erhalten wir eine hohe Transparenz in unseren Qualitätsaussagen – und das in ganz Europa!"
uniQuE – der Kunde profitiert
In der letzten ‚Evolutionsstufe’ legt die GLS schließlich europaweit einheitliche Bewertungskriterien an. "Während uniQuE zunächst noch auf Basis der unterschiedlichen operativen und IT-technischen Landessysteme arbeitet, werden wir bis dahin die Vereinheitlichung der Prozesse in den einzelnen Landesgesellschaften weiter vorangetrieben haben – Schritt für Schritt, der Situation der einzelnen GLS-Gesellschaften angemessen und immer vor dem Hintergrund der gesamtunternehmerischen Entwicklung", resümiert Back. "Dadurch lässt sich innerhalb der GLS das vorhandene Synergiepotenzial besser ausschöpfen. Unsere Systeme werden effizienter, transparenter und sicherer arbeiten können. Das kommt nicht nur der GLS, sondern letztlich dem Kunden zugute. Zumal neben den bisherigen General Parcel-Produkten auch das Produktportfolio der Landesgesellschaften verstärkt einer europaweiten Nutzung zugänglich gemacht werden kann."
uniQuE – schlank und flexibel
Effizientes Qualitätsmanagement – kostengünstig umgesetzt: Die Umsetzung europaweit höchster Qualitätsstandards wird personell nach den Grundprinzipien der GLS-Matrix-Organisation bewältigt. Die besten Qualitätsmanager der GLS-Landes-gesellschaften entwickeln in enger Zusammenarbeit mit den Qualitätsbeauftragten der jeweiligen Länder Konzept, Manuals und Bewertungsrichtlinien. In den Landesgesellschaften kann GLS auf bereits vorhandenes Personal zurückgreifen. Regelmäßige Treffen sorgen für den notwendigen Wissenstransfer. Qualitätshandbücher und Qualitätskriterien werden über das Intranet kommuniziert. "Der Aufbau eines großdimensionierten zentralen Personalstabs ist unsinnig, da Qualität vor Ort gelebt wird und nach entsprechenden Richtlinien auch vor Ort überprüft werden kann", sagt Back. "Qualität ist kein abstraktes System, sondern vollbrachte Dienstleistung in Bestform."
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