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Meldung vom 12.02.2004

DER KURIER mit neuer Struktur und Strategie

Netz ausgebaut - Kosten gesenkt

NEUENSTEIN, 13. Februar 2004. DER KURIER (Hauptsitz: Neuenstein, Hessen) hat sein Overnight-Netz neu strukturiert: Das bisherige geschlossene Franchise-System mit 84 Partnern wird von einer DER KURIER-Gesellschaft mit flexiblem Partnernetz und jetzt 121 Stationen abgelöst. Parallel strafft DER KURIER seine Strukturen, Prozesse und das Produktangebot. Alleiniger Gesellschafter von DER KURIER bleibt die General Logistics Systems (GLS) Germany. "Mit der neuen DER KURIER-Struktur bieten wir unseren Kunden ein Express-Produkt mit einheitlichen Services in Markenartikelqualität", sagen die beiden DER KURIER-Geschäftsführer Klaus Conrad und Franz Hollfelder. Hollfelder ist seit 1. Januar 2004 neu in dieser Position.

Erster Schritt für DER KURIER auf dem Weg zur neuen Struktur: Das Unternehmen konzentriert sich auf das Kerngeschäft - nationale und internationale Express-Verkehre in seinem Overnight-Netz. Dazu trennte sich DER KURIER von dem Hamburger Stadtkuriergeschäft. Gleichzeitig löste DER KURIER zum 31. Dezember 2003 das starre Franchise-Expresssystem auf.

Neu: Stabiles Netzwerk aus 121 Stationen

Klaus Conrad: "Der Expressmarkt ist seit Jahren von einem anhaltenden Preiskampf gekennzeichnet. Auch bei DER KURIER führte die wirtschaftliche Situation zu einer Fluktuation der Partner. Vertragliche Restriktionen verhinderten zudem die flexible Ausrichtung von DER KURIER-Stationen auf den Markt und auf die Bedürfnisse der Kunden. Vor diesem Hintergrund haben wir alle bestehenden Franchise-Verträge gekündigt und mit bewährten sowie neuen starken Partnern ein stabiles Express-Netzwerk mit 121 Stationen vertraglich gesichert."

30-prozentige Kostensenkung

Durch das dichtere Netz erzielt DER KURIER zum einen eine erheblich größere Kundennähe, zum anderen ist dies ein wichtiger Baustein, die operativen Kosten zu reduzieren und einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil zu erzielen. "Insgesamt konnten wir die Kosten durch diese und eine ganze Reihe weiterer einschneidender Maßnahmen um rund 30 Prozent senken", sagt Conrad. "Dazu zählt die Verlegung der Systemzentrale, die unter anderem für das Partnermanagement, die Verrechnung und das Marketing zuständig ist, vom bisherigen Standort Hamburg nach Neuenstein. Administrative und operative Aktivitäten von DER KURIER sind damit zentral in Deutschland an einem Ort gebündelt. Dadurch können wir jetzt auch auf alle Ressourcen unserer Muttergesellschaft GLS in Neuenstein zurückreifen und Synergieeffekte nutzen."

Partner können flexibler agieren

Mehr Kundennähe und eine verstärkte Marktorientierung aller Partner - auch dieses Ziel erreicht DER KURIER mit der neuen Struktur. Jede DER KURIER-Station muss zwar im Sendungseingang eine Mindestfläche bedienen, jedoch kann jeder Partner seine Kundensendungen völlig frei einspeisen - und so im Prinzip eine Kundenstruktur in ganz Deutschland aufbauen.

Ein weiterer wichtiger Baustein der neuen DER KURIER-Struktur ist das erheblich vereinfachte und gestraffte Produktsortiment. Dieses wurde deutschlandweit harmonisiert. "Wir legen jetzt einen klaren Fokus auf die qualitativ hochwertige Abwicklung von Overnight-Standardprodukten inklusive Pick-Ups, Samstagsservice, Terminzustellungen von 9.00 bis 12.00 Uhr und anderer systemgeführter Zusatzdienstleistungen", erklärt Hollfelder. "Nischenprodukte wie Tiertransporte, Gefahrgut-Handling und Nachnahmesendungen bietet DER KURIER selbst nicht mehr an. Nachnahmesendungen können über GLS abgewickelt werden."

Steigerung des Sendungsaufkommens erwartet

"GLS und DER KURIER bedienen mit Paket- bzw. Expressdienstleistungen deutlich unterschiedliche Märkte", sagt Klaus Conrad. "Dennoch können beide Unternehmen das jeweils andere System nutzen. Die so entstehenden Synergien werden zum wirtschaftlichen Erfolg beider Systeme und der Partner beitragen. Wir rechnen aufgrund der neuen Struktur mit einer signifikanten Mengensteigerung bei DER KURIER - und das bereits innerhalb dieses Jahres."

Die Abrechnung zwischen den Partnern hat DER KURIER ebenfalls stark vereinfacht. Statt kompliziertem Clearing und degressiven Kosten werden DER KURIER-Sendungen jetzt wie im klassischen Ein- und Verkaufsverfahren nach festgelegten Sätzen vergütet. Die GLS als Gesellschafter steht dabei für die sichere und pünktliche Zahlungsabwicklung ein. Conrad: "Die DER KURIER-Zentrale versteht sich in Zukunft verstärkt als Netzwerkpartner, der den Stationen die Sicherheit einer erfolgreichen, kapitalkräftigen Muttergesellschaft bietet."

Marktfähige Konditionen bei sowohl flächendeckender als auch qualitativ hochwertiger Zustellung - um dieses Ziel zu erreichen, fördert DER KURIER strukturschwache Gebiete jetzt ganz gezielt. Dafür hat das Unternehmen einen Ausgleichsfonds geschaffen, der wirtschaftlich schwache Regionen unkompliziert unterstützt.

Internationale Aktivitäten forciert

Nicht nur national, auch international baut DER KURIER das Netz kräftig aus. "Die nationalen Grenzen fallen, internationale Express-Dienstleistungen werden verstärkt nachgefragt", sagt Franz Hollfelder. "Wir binden deshalb zurzeit starke internationale Partner über die Straße an das DER KURIER-Netz an. Dabei nutzen wir auch Synergien des internationalen GLS-Netzes." Im ersten Schritt hat DER KURIER seit 1. Januar dieses Jahres Luxemburg und Frankreich an das Netz angeschlossen. Ab 1. Februar kooperiert das Unternehmen mit "Termin Kurier Austria" (Hauptsitz: Graz / Österreich). Und voraussichtlich ab 15. Februar erfolgt die Anbindung der Niederlande und Belgien. DER KURIER plant, in kurzer Zeit Expresssendungen in alle Nachbarländer Deutschlands straßengeführt anbieten zu können.